24. März 2022

Back to the Office?!

HR-Blog
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Nach zwei Jahren effizientem Arbeiten im Homeoffice diskutieren wir darüber, wie wir in Zukunft zusammenarbeiten wollen. Dieses New Normal soll besser sein als alles vorher, hybrid und dynamisch, gleichzeitig soll der GARAIO-Groove nicht verloren gehen. Wie wir diesen Spagat bewältigen, lesen Sie hier. 

Die Wellen der Coronapandemie haben sich Anfang dieses Jahres etwas beruhigt, die GARAIANER wagen sich wieder an Deck des GARAIO-Schiffs und die Crew rund um den Kapitän versucht, den Kurs nach all diesen Wellentälern neu auszurichten. Klar ist: In den vergangenen zwei Jahren ist viel passiert, Menschen und Arbeitsweisen haben sich entwickelt und deshalb muss die Zusammenarbeit in vielen Unternehmen neu gedacht werden. Führt der Weg die Jogginghosen tragenden, Bananenbrot essenden und multitaskfähigen Mitarbeitenden in Zügen voller schlechter Luft und müder Menschen zurück ins Büro? Drücken wir den Reset-Knopf und beamen uns so wieder ins Jahr 2019?

Plötzlich eine Geistervilla

Damals, als die Gänge der GARAIO-Villa an der Laupenstrasse (fast) so voll waren wie die Züge und nur die wenigsten der Crew daheim einen technisch perfekt eingerichteten Arbeitsplatz eingerichtet hatten. Damals, als bei Debborah Batschelet am Empfang gefühlt alle fünf Minuten GARAIANERINNEN vorbeikamen, um Fragen zu stellen oder sonstige wichtige Anliegen zu besprechen. «Auf einen Schlag waren wir dann fast alleine, die GARAIO Villa wandelte sich zu einer Geistervilla», beschreibt Debborah Batschelet den Moment, als Homeoffice keine willkommene Abwechslung war, sondern zum Pflichtprogramm wurde. Sie empfand diesen Zustand als sehr ungewöhnlich und schlecht für den Teamspirit. «Der spontane Austausch unter den Mitarbeitenden hat extrem gelitten», meint sie. Deshalb initiierte sie gemeinsam mit Alissia Asta aus dem Administrationsteam den internen Podcast MyTime. In diesem Audioformat erzählte jemand aus der GARAIO-Family während rund einer Viertelstunde persönliche Erlebnisse. Das Ziel dabei war klar: Der GARAIO-Groove soll trotz Lockdown nicht verloren gehen.

Raum für informelle Gespräche schaffen

Mit dieser Zielsetzung war das Administrationsteam nicht allein: Jedes Team versuchte, mittels gezielter Massnahmen dafür zu sorgen, dass sich die Mitarbeitenden trotz der Arbeit aus vielen verschiedenen Einzelkojen nicht aus den Augen verlieren. Alle Teamleader berichten von virtuellen Kaffeepausen, Online-Afternoon-Teas oder Fyrabebier hinter der Kamera. «In diesen Team-Exchanges teilen wir Videos und Bilder und erzählen uns Geschichten dazu», sagt Tamara Berger, «das ist immer förderlich für den Teamspirit, egal ob remote oder nicht.» Andere gingen sogar noch eine Extrameile und schickten den Teamkollegen alles fürs Apero nach Hause.  Yves Schüpbach berichtet von einem intensivierten bewussten Austauschen, sowohl über geschäftliche Themen wie auch über alles andere. So habe man in einem Team begonnen, einander persönliche Interessen und Hobbies bewusst vorzustellen und so Raum für informelle Gespräche zu schaffen und einander besser kennenzulernen. Auch einfache Massnahmen wie das Einschalten der Kamera in jedem Call führten dazu, dass sich die Mitarbeitenden nicht gänzlich entfremdeten.

GARAIO-Groove neu entfachen

Trotzdem bleibt nach der intensiven Homeoffice-Phase nicht nur die Freude über mehr Flexibilität und die Erkenntnis, «dass wir sehr effizient von zuhause arbeiten können», wie Monika Suter sagt. «Der Bezug zu den Mitarbeitenden und der Groove im Unternehmen hat gelitten», bemerkt die HR-Fachfrau. Die Unternehmenskultur zu konservieren, ohne sich persönlich zu treffen, ist für sie schwer vorstellbar. «Kultur basiert für mich auf physischem Kontakt, virtuelle Aperos sind nicht vergleichbar mit tatsächlichen Treffen im Garten», sagt sie. Das sieht auch Debborah Batschelet ähnlich und weist auf die aktuelle Herausforderung hin: «Die Mitarbeitenden fühlen sich sehr wohl im Homeoffice.» Es gehe jetzt darum, Gelegenheiten zu schaffen, damit man sich wieder vermehrt begegnet und so der GARAIO-Groove wieder neu entfacht wird. Dabei setzt das Team um Monika Suter vor allem auf interne Events, DevCamps und Initiativen der Mitarbeitenden. «Kultur kann man nicht erzwingen, Mitarbeitende müssen sich beteiligen und sich über die Begegnungen freuen», sagt sie und ergänzt: «Kultur entsteht nicht, wenn alle daheim bleiben.» Mit Aperos allein ist es aber natürlich nicht getan, denn schliesslich bedeutet Kultur einiges mehr als gemeinsamer Konsum. «Wenn wir miteinander arbeiten, füllen wir die Kultur mit Leben», sagt Monika Suter. «Ich persönlich finde, dass es Arbeit vor Ort braucht, sonst geht die Kultur verloren», pflichtet Sandro Mordasini ihr bei. Kurzfristig sei eine gute Unternehmenskultur auch remote-only möglich, meint Yves Schüpbach, längerfristig sieht aber auch er schwarz: «Wir sind in einem Business tätig, wo Menschen mit Menschen arbeiten. Damit das gut funktioniert, muss man sich ab und zu spüren.»

Arbeiten 2.0

Dass die anfangs erwähnte Idee mit dem Zurückbeamen ins Jahr 2019 nicht funktioniert, ist hoffentlich allen klar. Eine neue Lösung muss her, die an den aktuellen Wellengang angepasst ist. So wie früher wird es nicht mehr werden, es braucht mutige Schritte in der neuen Realität, ein New Normal. «Wir streben ein hybrides und flexibles Modell zwischen Homeoffice und Büro an», sagt Yves Schüpbach. Diese hybride Arbeitsform könne für jeden Mitarbeitenden anders aussehen, gibt Stefan Habegger zu bedenken: «Einige kommen vielleicht jeden Tag ins Büro, andere nur ein paar Mal pro Jahr.»
Für Bewerbungsgespräche, Mitarbeitergespräche oder Events ist der physische Kontakt wichtig, für vieles andere nicht zwingend. «Gute Arbeitskollegen sind nicht diejenigen, die man physisch trifft. Es zählen andere Werte wie Offenheit, Hilfsbereitschaft, Interesse, Engagement, Vertrauen und Empathie», sagt Tamara Berger dazu. Effizienz habe wenig mit dem Standort zu tun, aber viel mit der Einstellung. Deshalb plädiert sie für Work from everywhere, flexibel und individuell. Ob man ins Büro zurückkehrt, wird für Christoph Isch vor allem anhand einer Frage eruiert: Kann ich so einen echten Mehrwert abschöpfen? «Wir gehen ins Büro, um gemeinsam an gemeinsamen Herausforderungen zu arbeiten, es kann also jeder etwas beitragen und mitnehmen», sagt er. Für diese Arbeiten lohnt sich der Weg ins Büro, und genau deshalb haben viele Teams einen fixen Tag definiert, an dem möglichst alle im Office sind und gemeinsam arbeiten und Spass haben. Das ist ein erster Schritt ins New Normal. So wolle man das GARAIO-Schiff behutsam und überlegt in neue Gewässer steuern, erklärt COO Yves Schüpbach. Dieser Prozess geschieht schrittweise, wird von allen mitgetragen und fortlaufend adaptiert. «Fünf Tage Büro soll es nicht mehr geben. Fünf Tage Homeoffice aber auch nicht», sagt Yves Schüpbach abschliessend.

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