25. Mai 2021

Von der Schuhschachtel zum Langzeitjob

HR-Blog
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Das Foto von Daniel Haldemann ist schon seit 20 Jahren auf der GARAIO Webseite zu finden. Was eine Schuhschachtel mit seiner Rolle als CFO zu tun hat und warum er bis heute von GARAIO überzeugt ist, verrät er im Interview.

Du arbeitest jetzt schon seit über 20 Jahren bei GARAIO! Wie kamst Du dazu?

Ich war damals mitten im BWL-Studium und erhielt dann über persönliche Beziehungen einen Job bei GARAIO. Die damaligen Eigentümer um Thomas Garaio suchten Unterstützung im Marketing. 2001 war GARAIO ein Startup mit rund zehn Mitarbeitenden und noch nicht im Markt etabliert. Die Aufgabe reizte mich, ich wollte mein theoretisches Wissen anwenden und ein Unternehmen mitprägen.

 

«Ich wollte mein theoretisches Wissen anwenden und ein Unternehmen mitprägen.»

 

Heute bist Du CFO. Warst Du damals auch schon primär für die Finanzen zuständig?

Angefangen habe ich im Marketing, betreute aber auch Kundenprojekte und war generell in vielen Unternehmensbereichen tätig. Schon relativ bald kümmerte ich mich aber um die Finanzen des Unternehmens. Thomas Garaio übergab mir eine Schuhschachtel voller Belege und meinte, ich könne das doch sowieso viel besser. Ich versuchte dann einfach, dieser neuen Aufgabe so gerecht wie möglich zu werden. Anfangs war das schwierig, die finanzielle Lage von GARAIO war nicht rosig und allgemein war die Zeit intensiv und herausfordernd. Mit 9/11, der platzenden Internet-Bubble und einem jungen Unternehmen waren wir alle gefordert. Für mich war das eine unglaublich prägende Zeit. Ich habe in diesen zwei Jahren wahnsinnig viel direkt on the job gelernt, mehr als in vier Jahren Studium.

Warum hat sich das Studium dennoch gelohnt für Dich?

Ich würde sofort wieder Betriebswirtschaft studieren, diese Entscheidung war absolut richtig. Ich wollte schon immer unternehmerisch etwas bewegen, das trieb mich an. Deshalb studierte ich Betriebsökonomie. Damals hatte ich das Gefühl, ich könnte die Welt verändern. Gerne erinnere ich mich an meinen Dozenten, der uns prophezeite, dass 75 Prozent aller Absolventen im Controlling oder Rechnungswesen landen werden. Damals lachten wir alle – aus heutiger Sicht stimmt das aber wohl tatsächlich! Meine Grundmotivation ist trotz allem aber gleich geblieben: Ich will zum Erfolg eines Unternehmens beitragen und helfen, zukunftsgerichtete Entscheidungen zu treffen. Das treibt mich an und deshalb bin ich auch nach 20 Jahren noch glücklich in meiner Rolle bei GARAIO.

 

«Ich bin auch nach 20 Jahren noch glücklich bei GARAIO.»

 

Empfindest Du Deinen Job als Traumjob?

Ich finde den Begriff «Traumjob» relativ schwierig. Kein Beruf ist immer nur perfekt und nicht jeder Tag gleicht einem Traum. Ganz klar sagen kann ich aber: Mein Job beinhaltet viel von dem, was ich immer schon machen wollte.

Hattest Du als Kind einen Traumberuf?

Ich bin in der Nähe vom Flughafen Belp aufgewachsen, deshalb begeisterte ich mich als Kind schon sehr früh fürs Fliegen. Dabei wollte ich aber nie Pilot werden, sondern sah mich auch schon damals eher in einer administrativen Tätigkeit.

Was fordert Dich im Alltag heraus?

Mein Job ist sehr vielfältig und spannend, ich jongliere immer mit vielen unterschiedlichen Bällen. Genau das ist auch meine grösste Herausforderung. Weiter ist es mir wichtig, auch in meiner aktuellen Rolle nahe an den GARAIO Kunden zu sein. Ich will die Kunden spüren und die Zukunft gestalten, nicht nur die Vergangenheit in einer Excel-Tabelle abbilden.

 

«Ich will die Kunden spüren und die Zukunft gestalten.»

 

Gibt es in Deinen vielen unterschiedlichen Tagen Fixpunkte oder Routinen?

Fixe Meetings habe ich, sonst ist alles sehr vielschichtig und abwechslungsreich. Da ich nicht nur für GARAIO arbeite, kommt auch deshalb eine noch grössere Abwechslung dazu. Bedingt durch die Pandemie beschäftige ich mich aktuell auch viel mit der Thematik «new world of work» und versuche herauszufinden, wie wir bei GARAIO nach Corona zusammenarbeiten werden. Aktuell ist vieles im Wandel, da versuche ich, immer up-to-date zu sein.

Welche Fähigkeiten sind in der Berufswelt wichtig? Wie hat sich das entwickelt?

Soft Skills sind heute viel wichtiger als noch vor 20 Jahren. Dazu kommt, dass man der Kommunikation heute mehr Gewicht geben und dafür auch mehr Zeit einplanen muss. Man muss heute viel mehr erklären und jede Entscheidung treffend begründen können.

Was zeichnet GARAIO aus?

Wir haben bei GARAIO eine extrem gute Kultur und einen guten Austausch. Diese Kultur ist nicht gemacht für Homeoffice only, das ist aktuell schwierig für uns und wir überlegen uns immer wieder, wie wir diese Kultur und den Zusammenhalt innerhalb des Unternehmens trotz der Pandemie beibehalten können. Wir versuchen, sehr nahe an den Menschen zu sein, offen zu kommunizieren und allgemein uns als moderner Arbeitgeber zu positionieren.

Du betonst die gute Kultur und das Weltklasseteam der GARAIO. Wie formt man ein gutes Team?

Der wichtigste Faktor dabei ist Vertrauen: Ich als Führungsperson muss sowohl Vertrauen geben und haben. Weiter erachte ich Offenheit in allen Bereichen als sehr wichtig, bei jeder Veränderung lieber einmal zu viel kommunizieren als zu wenig. Natürlich ist es auch essentiell, dass jeder im Team das gleiche Ziel hat und voll an diesem Strick mitzieht. Und dann gilt mein Motto: Gring abe u seckle.

 

«Offenheit ist sehr wichtig. Lieber kommuniziere ich einmal zu viel als zu wenig.»

 

Welchen Ausgleich brauchst Du neben der Arbeit?

Ich kann ohne Sport nicht leben. Im Winter fahre ich viel Ski, im Sommer bin ich auf dem Bike unterwegs. Natürlich gibt mir auch meine Familie jeden Tag wieder einen super Ausgleich. Dazu lese ich auch viel, um mich persönlich weiterzubilden. Wenn ich die Zeit dazu hätte, würde ich eigentlich gerne noch Volkswirtschaft studieren, um als Ergänzung zur betriebswirtschaftlichen Sicht auch die grossen Zusammenhänge besser erfassen zu können.

 

«Ohne Sport kann ich nicht leben.»

 

Kannst Du mit dem Begriff Work-Life-Balance etwas anfangen?

Für mich gibt es das eigentlich nicht. Ich mache nicht strikt um 17 Uhr Feierabend, sondern versuche, alles so gut wie möglich miteinander zu verknüpfen. Klar gibt es auch da Konflikte, aber diese Herausforderung nehme ich gerne an.

Was bedeutet Erfolg für Dich? 

Erfolg ist vielschichtig und besteht für mich aus mehr als nur den schwarzen Zahlen auf der Erfolgsrechnung. Wenn alle GARAIO Mitarbeitenden sagen, dass die Arbeit bei uns fägt, ist das ein Teil des Erfolges. Jeder zufriedene Kunde ist ein weiterer Teil des Erfolges. Der finanzielle Erfolg ist die Summe davon und folgt fast schon logischerweise aus den beiden erstgenannten Faktoren.

Was möchtest Du mit 100 Jahren über Deine Karriere sagen können?

Mein Wunsch ist, dass GARAIO mich überlebt und ich so etwas mitbewegen konnte. Ich möchte sagen können, dass ich der Gesellschaft mit einem coolen Arbeitgeber etwas zurückgegeben habe.

 

«Ich wünsche mir, dass GARAIO mich überlebt.»

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