29. April 2021

Kunden statt Kampfjets

HR-Blog
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Pascal Probst träumte vom Cockpit im Kampfjet, studierte BWL, bildet sich im Thema Artificial Intelligence weiter und interessiert sich für Astrophysik. Als Sales Executive bei GARAIO hat er einen Job gefunden, der ihn fordert und fördert. 

Hattest Du als Kind einen Traumberuf?

«Als ich noch wirklich jung war, so in der vierten Klasse, war es mein Traum, später einmal als Kampfjetpilot zu arbeiten. Spätestens im Militärdienst gab ich diesen Berufswunsch dann aber endgültig auf und brachte den obligatorischen Dienst so schnell wie möglich hinter mich.
Einmal in der Informatikbranche zu arbeiten, hätte ich mir als Kind nicht vorstellen können und entschied mich dann für eine KV-Ausbildung. Diese Lehre bot mir einen perfekten Einstieg ins Berufsleben und eine gute Grundlage. Deshalb würde ich mich jederzeit wieder dafür entscheiden. Ich bekam einen Einblick in alle Abteilungen, sah alles von Logistik bis Direktion. So war mein Weg als Generalist vorgegeben. Immer, wenn ich mich eingelebt hatte in einer Fachrichtung, musste ich weiter. Mein BWL Studium danach sehe ich als Fortsetzung der Ausbildung zum Kaufmann. Auch diese Ausbildung beinhaltet viele unterschiedliche Fächer und bildet keine Spezialisten aus.»

 

«Einmal in der Informatikbranche zu arbeiten, hätte ich mir als Kind nicht vorstellen können.»

 

Du bezeichnest Dich als Generalisten. Inwiefern profitierst Du von Deiner breiten beruflichen Ausrichtung und erlebst Du auch Nachteile?

«Ich interessiere mich für vieles und bin neugierig, deshalb passt das Bild des Oberflächentauchers einfach besser zu mir. Bis heute sehe ich eher das grosse Ganze und nicht die Details. Ich bin kein Spezialist, dafür brauche ich auf ein Fachgebiet fokussierte Kollegen an meiner Seite, die mich unterstützen und ergänzen. Ich denke, jedes gesunde Unternehmen braucht beide Typen, die Generalisten und die Spezialisten: Der richtige Mix machts. Heute hilft mir mein vielfältiger beruflicher Hintergrund dabei, mich besser in die verschiedenen Situationen unserer potenziellen Kunden hineinversetzen zu können. Ich habe von allem eine ungefähre Ahnung, weiss aber auch, wann ich Unterstützung brauche. Als Sales Executive bilde ich das Bindeglied zwischen unseren Kunden und den Entwicklern. Das passt perfekt zu mir.
Gleichzeitig ist es mir aber auch wichtig, mich stets weiterzuentwickeln. Deshalb wage ich mich mit einem CAS in AI Management aktuell das erste Mal an eine kleine Spezialisierung. Ständige Weiterbildung ist ein Teil meines Jobs, das finde ich cool. Ich muss wissen, was in den unterschiedlichen Branchen läuft.»

 

«Ich verstehe, wie unsere Kunden ticken.»

 

Du kannst Dich als ehemaliger CEO gut in die Lage unserer Kunden versetzen und bist so als B2B-Verkäufer effektiver. Kannst Du verraten, weshalb Du diesen Job an den Nagel gehängt hast?

«Ich verstehe, wie unsere Kunden ticken, das stimmt. Insgesamt arbeitete ich fast zehn Jahre im Elektrogrosshandel, zuerst als Leiter Verkauf und danach als CEO. Dort konnte ich meine Ausbildung praktisch anwenden und habe viel gelernt. Allerdings ist es klar, dass man sich im Elektrogrosshandel schlecht differenzieren kann, nebst dem Service entscheidet am Ende oft der Preis, Kreativität und Skills sind im Hintergrund. Das war für mich über längere Zeit demotivierend. Trotzdem liebte ich den Job und meine zehn Teammitglieder. Deshalb habe ich ein halbes Jahr hin und her überlegt, ob ich eine neue Herausforderung annehmen soll. Die Entscheidung fiel mir überhaupt nicht leicht. Aber die IT-Branche faszinierte mich sehr, und nach fast zehn Jahren war es Zeit für eine Veränderung.»

Wie hast Du Dich bei GARAIO eingelebt?

«Als Quereinsteiger war mein Start vor gut einem Jahr nicht ganz einfach. Ich musste mich vom Tages- auf das Projektgeschäft umstellen. Zudem hatte ich aus meinem BWL Studium zwar ein Grundwissen in Informatik, musste aber noch viel dazu lernen. Vorher war ich der Entscheider, hier war ich plötzlich der, der am wenigsten wusste. Da wir kein fertiges Produkt verkaufen, sind die Arbeitsprozesse ganz anders. Aus allen diesen Gründen brauchte ich Zeit, bis ich richtig angekommen bin. Dabei wurde ich aber stark unterstützt, alle nahmen sich Zeit für mich und halfen mir. Ich mag die Art, wie bei GARAIO miteinander umgegangen wird. Man bemerkt die Abstufungen nicht, hier werden flache Hierarchien wirklich gelebt.»

Was gefällt Dir an Deinem Job?

«Ich liebe neue Herausforderungen und bin froh, dass ich mich dieser gestellt habe. So bin ich richtig gefordert. Ein fertiges Produkt zu verkaufen, würde mich zu wenig reizen. Mit einem Kunden eine individuelle Lösung zu entwickeln ist zwar anspruchsvoller, macht aber auch viel mehr Spass. Ich kann selbständig Ideen entwickeln und geniesse grosses Vertrauen. Weiter ist der Job sehr vielseitig, auch das schätze ich.»

 

«Bei GARAIO werden flache Hierarchien wirklich gelebt.»

 

Was macht dich zu einem guten Verkäufer?

«Ich kann mich gut in den Kunden hineinversetzen und erkenne ihre Herausforderungen. Zudem ist und bleibt Sales grundsätzlich ein Beziehungsgeschäft. Du kaufst nichts bei jemandem, dem du nicht vertraust. Genau das liegt mir, ich kann gut Beziehungen aufbauen und pflegen. Trotzdem sehe ich mich als kleines Rädchen im Getriebe. Die Teamleistung ist unglaublich wichtig, denn schliesslich kann ich keine einzige Zeile Code für unsere Kunden schreiben.»

Gibt es in Deinen vielen unterschiedlichen Tagen Fixpunkte oder Routinen?

«Mein Tag beginnt grundsätzlich schon am Vorabend. Deshalb checke ich immer am Abend meine Termine und Mails und verschaffe mir so einen Überblick über den kommenden Tag. Danach verläuft jeder Tag anders. Allerdings kann man sagen, dass mein Alltag schon geprägt ist davon, Menschen zusammenzubringen. Deshalb bin ich oft in Meetings oder am Telefon anzutreffen, insgesamt befinde ich mich sicher die Hälfte meiner Tage im Austausch mit Menschen.»

Welchen Herausforderungen begegnest Du im Alltag?

«Es ist schwierig, ohne fertiges Produkt Neukunden zu gewinnen. Ich versuche, für jeden einzelnen Kunden eine passende Lösung zu finden, es gibt in unserem Geschäft keine one-size-fits-all Lösungen. Aber wie schon gesagt brauche ich genau diese Herausforderung auch.»

Welchen Ausgleich brauchst Du neben der Arbeit?

«Erholung ist wichtig, keine Frage. Für mich ist Sport sehr wichtig. Wenn die Fitnesszentren geöffnet haben, gehe ich oft über den Mittag ins Training. Sonst spiele ich auch Fussball, gehe Velofahren oder verbringe Zeit mit meinen Kollegen. Gerade jetzt, in der Zeit vom Homeoffice, achte ich noch stärker auf diesen Ausgleich. Abends muss ich raus aus dem Homeoffice.»

Was bedeutet Erfolg für Dich?

«Erfolg heisst für mich, dass ich rundum glücklich bin. Die Arbeit ist da nur ein Teil davon, ich brauche auch gute Beziehungen und Gesundheit, um wirklich erfolgreich zu sein. Reiner beruflicher Erfolg bringt mich als Mensch nicht zwingend weiter. Es muss alles zusammenpassen, die Arbeit muss ins Leben integriert sein und nicht umgekehrt.»

 

«Erfolg heisst für mich, dass ich rundum glücklich bin.»

 

Welche Erkenntnisse und Erlebnisse nimmst Du aus dem vergangenen Jahr mit?

«Vor allem viel zum Thema Wertschätzung. Ich schätze gewisse Sachen wieder viel mehr, beispielsweise ein Feierabendbier draussen oder generell der soziale Kontakt. Vieles, was wir vor der Pandemie als selbstverständlich angesehen haben, ist eigentlich purer Luxus.»

Was möchtest Du irgendeinmal noch lernen?

«Primär möchte ich den Master in Digital Business abschliessen. Wenn ich dann immer noch nicht genug vom Lernen habe, würden mich Astronomie und Astrophysik sehr interessieren. Darüber würde ich gerne mehr erfahren.»

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