25. August 2020

Mein Arbeitsalltag als Software Entwickler

HR-Blog
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Ich arbeite seit fünf Jahren als Software Entwickler bei der GARAIO AG. Hier erfahren Sie, warum es mir hilft, auch im Homeoffice nach getaner Arbeit die Kleider zu wechseln, wie ich mit überfüllten To-Do-Listen umgehe und warum ich meinen Job bis heute liebe. 

Heute ist mein Weg ins Büro wieder kurzich bin froh, dass die Gleise repariert sind und ich somit wieder den Zug nehmen kann. Die letzten zwei Wochen gab es Gleisarbeiten auf meiner Bahnlinie. Schon nur einmal umsteigen zu müssen und die veränderten Abfahrtszeiten haben mich genervt. Das zeigt, wie verwöhnt ich mit meinem Arbeitsweg eigentlich bin. 

Das in den letzten Monaten viel diskutierte Homeoffice durfte ich gelegentlich schon vor Corona und dem darauffolgenden Lockdown in Anspruch nehmen. Jedoch nie so lange und intensiv. Während dieser Homeoffice-Phase habe ich festgestellt, dass ich in Sachen Code-per-Minute mindestens so produktiv bin wie im Büro. Doch die persönlichen Kontakte fehlten natürlich und gewisse Abstimmungen können im Büro viel unkomplizierter und auch schneller durchgeführt werden.  

Struktur und Gewohnheiten als Erfolgsrezept

Generell zeigte sich, dass eine gute Strukturierung des Arbeitstages zwingend nötig ist, damit die Grenzen von Privatem und Geschäftlichem nicht zu stark verwischen. Hier geniesse ich den grossen Vorteil, dass unser Haus auf insgesamt fünf Stockwerke aufgeteilt ist. Dadurch werde ich wenig von den Kindern gestört und kann mich zum Arbeiten zurückziehen. Weiter habe ich festgestellt, dass ich am besten in ein paar intensiven Sprints von zirka einer bis zwei Stunden arbeite. Für so einen Sprint nehme ich mir immer ein bestimmtes Ziel vor. Ich kann mich sowieso nicht länger als diese Zeit wirklich voll konzentrieren. So erlaube ich mir eine gewisse Fragmentierung des Tages, jedoch nur mit kurzen Pausen. In diesen Pausen räume ich den Geschirrspüler aus, wechsle meinem Sohn die Windeln, hole die Post oder mache mir einen Kaffee. Nach diesen Aktivitäten geht es für mich weiter mit dem nächsten Sprint.  

Der Mensch funktioniert über Gewohnheiten. Normalerweise ziehe ich mich um, wenn ich nach Hause komme. Für mich bedeutet das, dass ich mich auch im Homeoffice nach getaner Arbeit umziehe. Dann kapiert mein Körper, dass jetzt Feierabend ist. Durch die Arbeit von zuhause aus kann ich mir den Tag familienfreundlich gestalten, was mir als Fünffach-Papa sehr zugute kommt. Dank den flexiblen Arbeitszeiten war eine gute Work-Life-Balance jedoch auch vor der Corona-Krise möglich. 

Trotz allen diesen Erfahrungen, die ich während der zwangsläufigen Homeoffice-Phase sammeln durfte, bin ich froh, wieder während ein paar Tagen pro Woche in unserem schönen Büro an der Laupenstrasse zu arbeiten.  

Fokus auf das Wesentliche 

Üblicherweise sind immer mehr Themen auf meinem virtuellen Tisch als Zeit, um diese abzuarbeiten. To-Do-Listen haben eine kurze Lebensdauer und werden sobald wie möglich gelöscht oder in den runden Ablageordner hinter meinem Schreibtisch geworfen. Ich habe gelernt, Dinge gleich zu erledigen und auch mal Mut zur Lücke zu haben. In hektischen Situationen, wenn mehrere Projekte gleichzeitig in die heisse Phase kommen, sage ich jeweils zu meinem Chef: Du hast zehn Wünsche, ich kann dir sechs erfüllen. Welche sollen es sein?" Es wird mir nie gelingen, alles und jeden in meinem Leben glücklich zu machen. Also fokussiere ich mich auf das Wesentliche. Mir ist dabei beruflich gesehen der Mehrwert für den Kunden sehr wichtig. Um dies zu gewährleisten, müssen Aufträge auch einmal kritisch hinterfragt werden.  

Am frühen Morgen und am späteren Nachmittag bin ich am produktivsten. Softwareentwicklung erledige ich am liebsten dann, wenn der Geist fit ist. Koordinative Aufgaben, welche zu meiner Arbeit als Software-Architekt dazugehören, werden dazwischen angegangen.

Von der Vision zum Code

Nach fast zehn Jahren als Webapplikations-Entwickler in einem fünfköpfigen Kleinunternehmen durfte ich vor fünf Jahren bei der GARAIO AG eine Stelle als Software Entwickler antreten. Bei einem der Einstellungsgespräche wurde ich gefragt, was mich an diesem Beruf am meisten begeistert. Meine Antwort war, dass mich der ganze Prozess von der Vision über das Konkretisieren der Idee bis hin zum Erstellen eines Lösungsvorschlags und dem Implementieren in Code total fasziniert. Zwei Jahre nach meiner Anstellung durfte ich innerhalb eines schon länger laufenden grösseren Projekts (Betrieb und Weiterentwicklung von eCommerce Lösungen für die Swisscom) ein Nearshore-Team betreuen und in den Projekt- und Entwicklungsalltag einführen. Bald darauf stand das erste grosse Projekt vor der Tür, das ich als Architekt mitgestallten konnte. Mein Engagement wurde stets gewürdigt. Das Vertrauen und die offene Kommunikationskultur innerhalb der GARAIO AG haben unter anderem dazu beigetragen, dass ich meine Begeisterung an dem Beruf als Architekt ausleben kann und grundsätzlich jeden Tag gerne zur Arbeit komme.

Software Architect
claude.haeberli@garaio.com
+41 58 310 70 00
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