Singles Day, Black Friday und Cyber Monday – bitte mit den Kunden FAIR umgehen!

Entgegen vielen Meinungen der Konsumenten, werden sich diese Rabatt-Tage meiner Meinung nach im Internet mittelfristig etablieren. Leider gab respektive gibt es immer noch Anbieter, die statt fairer und attraktiver Preise nur Rabatt oder Restposten verkaufen. Ich habe dies in den letzten Jahren oft beobachten können und feststellen müssen, dass Qualität und Preise nicht bei allen Angeboten stimmig sind.

So zum Beispiel wurde der Bruttopreis für einen Pullover bei einem grossen Kleideranbieter über Nacht massiv erhöht und als SALE mit Rabatt verkauft wurden. Einverstanden, man kann dem auch Dynamic Pricing sagen, obwohl ich in diesem Fall nicht ganz daran glaube. Der FAIL jedoch war, dass die angeblich tollen Preise mit Rabatt nun teurer waren, als der Bruttopreis vor einem Tag. Da gibt es immer noch schwarze Schafe, die vergessen haben, dass der heutige Konsument einfach nicht blöd ist. Schliesslich sind die Digital Natives die Zielgruppe dieses Anbieters, also solche Menschen, die mit dem Internet aufgewachsen sind (dies einfach als neutraler Gedanke).

Leider auch schon vorgekommen sind Anbieter, welche sich speziell für diese Tage «erweiterte» Sortimente einkaufen. Übersetzt heisst das nichts anderes als diesen Ramsch als Lockvogelangebote anpreisen und hoffen, dass es niemand merkt. ABER in vielen Fällen betrügen sie sogar ihre eigene Stammkundschaft, weil nicht die gewohnte Qualität oder die versprochenen Services angeboten wurden. Diese wieder zurückzugewinnen, wird wie wir wissen, sehr teuer und aufwändig!

FAZIT: Lieber nur ein paar ECHTE Schnäppchen anbieten und nicht einfach mal generell die Preise erhöhen, um mehr Rabatt zu gewähren (das erinnert mich an früher beim Reifenkauf).

Apropos versprochene Leistungen. Es gibt da einen Onlineshop der eine Tagestiefstpreis-Garantie anbietet. Das Versprechen lautet «günstigeres Angebot gesehen? Bei uns erhalten sie dieses zum selben Preis». Ich hatte mindestens drei Onlineshops (2 x aus der Schweiz und 1 x aus der EU) gefunden, welche das Produkt günstiger angeboten hatten. Dem Onlineshop war dies irgendwie egal und liess mich einfach mit der Begründung «dieser Shop wird nicht berücksichtig» abblitzen. Auch nach zwei Rückfragen und einem Mail an die Leitung des Kundendienstes bekam ich keine Antwort respektive eine glaubhafte Begründung. Ich bin hier kein Kunde mehr und mein Social Network weiss es übrigens auch schon…

Also liebe Anbieter – verarscht ihr eure Kunden, gibt es kein Wiedersehen. Denn Onlinemitbewerber gibt es viele und wer weiss, vielleicht sogar solche die ihr Versprechen halten!

PS: Je nach Geschäftsmodell könnt ihr auch mit dem Slogan «Wer Rabatt gibt, war vorher zu teuer» gegenüber den anderen Anbietern differenzieren.

Wer noch mehr wissen möchte wie man zum Beispiel den Onlineshop für den Black Friday vorbereitet, findet bei unserem Partner EPOQ eine hilfreiche Checkliste.