Techtalk: Alles zu seiner Zeit, dank Asset Based Software Engineering

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Techtalk: Alles zu seiner Zeit, dank Asset Based Software Engineering

Die sich ständig wandelnden Marktbedingungen zwingen zu Flexibilität und Agilität. Was heute noch ein hipper Differenzierungsfaktor ist, ist morgen bereits Commodity. Die Dynamik der Märkte führt dazu, dass es immer schwieriger wird, eine wasserdichte Fünfjahres-Strategie aufzustellen und sie konsequent zu verfolgen. Aus diesem Grund sind die Planungshorizonte so geschickt zu wählen, dass man auf unvorhersehbare Vorkommnisse und Trends zeitnah reagieren kann. Wo E-Business ein wichtiger Teil der Wertschöpfungskette ist, widerspiegelt sich die benötigte Flexibilität 1:1 in der IT-Landschaft. Nur so kann das Business die IT vorantreiben.

Die Einflussfaktoren aus dem Business, wie beispielsweise die immer wichtiger werdende Verschmelzung von stationärem und online Handel, erfordern eine schnelle Reaktion seitens der IT. Diese kann jedoch nur mit einer geeigneten Architektur der Applikationslandschaft gewährleistet werden. Flexibilität und Geschwindigkeit verlangen nach einer modularen Architektur, die – im Gegensatz zu einem monolithischen Ansatz – Veränderungen zulässt, ohne dass jeweils das gesamte System modifiziert werden muss. Eine solche Architektur definiert einerseits ein modulares Gerüst, auf welchem neue Bausteine einfach eingebaut werden können, und legt andererseits Regeln für die darin integrierten Bausteine fest.

In unserem Artikel in der Netzwoche Ausgabe Nr. 6 2014 haben wir das Konzept der Asset basierten Software-Entwicklung beleuchtet. Der Ansatz beschreibt ein Konzept, um schnell und einfach eine modulare Applikationslandschaft zu erschaffen. Wie sieht dies in der Praxis aus?

One Asset fits it all

Viele Unternehmen, die ihre Produkte über den Online-Kanal vertreiben, verfügen über eine eigene E-Commerce Plattform. Über deren Online-Shop werden die Handelstransaktionen abgeschlossen. Neben dem klassischen Online-Shop umfasst eine E-Commerce Plattform typischerweise auch einen Webauftritt mit statischen Inhalten sowie ein Newsletter-Tool für E-Mail-Marketing. Bereits diese Basis-Elemente können – abhängig vom Schwerpunkt des Geschäftsmodells – ganz unterschiedliche Ausprägungen haben.

Verschiedene Anbieter bieten heute solche E-Commerce Plattformen als Gesamtsystem an. Unter anderem auch das von der GARAIO AG promotete Asset nopCommerce. Die umfassende Open Source Microsoft .NET Lösung überzeugt durch eine ausgereifte „Out-Of-The-Box“-Funktionalitätspalette für nahezu jedes E-Shop Bedürfnis. Eine einfache Online-Plattform sieht somit in etwa wie folgt aus:

Die Landschaft wächst gezielt mit den Anforderungen

Der kritische Leser erkennt, dass die obige Architektur alles andere als modular ist, denn so eingesetzt, handelt es sich bei nopCommerce um ein Gesamtsystem, welches intern sämtliche Funktionen beherbergt. So sind bei nopCommerce auch einfaches Web Content Management sowie Newsletter-Funktionalitäten integriert. Diese sind eher rudimentär und genügen oftmals nur zu Beginn. Genau hier kommt jetzt die Modularisierung und der Vorteil des Asset Based Software Engineering Ansatzes zum Zug. Dank der flexiblen Erweiterbarkeit von nopCommerce kann die Online Plattform bei Bedarf mit leistungsfähigeren Assets in den Bereichen WCMS und E-Mail-Marketing ergänzt werden. Hier kommen beispielsweise Composite C1 und MailChimp zum Einsatz:

Composite C1 ist ein .NET basierendes Open Source Web Content Management System. Im Vergleich zu den CMS Funktionalitäten von nopCommerce bietet Composite C1 noch höheren Bedienkomfort und viele zusätzliche Funktionalitäten, welche alle Wünsche im Bereich Web Content Management abdecken. Technisch ist Composite C1 besonders stark im Bereich der Erweiterungsmöglichkeiten. Daher fällt es nicht schwer, die Inhalte von nopCommerce und Composite C1 so zu integrieren, dass der Kunde gegen aussen ein durchgängiges Plattform-Erlebnis hat.

Zusätzlich interessant wird es, wenn man sogenannte „Software as a Service-Lösungen“ auf die Plattform integriert. Als Beispiel wird hier MailChimp genannt, ein komfortabler Online-Dienst für das Handling von Newslettern. Durch die Kombination von On-Premise Assets und Assets aus der Cloud kann die Projektdurchlaufzeit und die Plattformflexibilität oftmals noch einmal erhöht werden.

Durch Anwendung von seinen Benutzern lernen

Als weiteres Beispiel können neue Anforderungen erfordern, dass zusätzlich erweiterte CRM-Funktionalitäten benötigt werden. In einem ersten Schritt genügt es eventuell, ein einfaches CRM-System, welches “as a Service“ bezogen werden kann, zu verwenden:

Die Integrationsmöglichkeiten via REST-Schnittstellen ermöglichen auch hier wieder ein durchgängiges Benutzererlebnis.

Mit dem Ansatz aus dem obigen Beispiel können grundlegende CRM Funktionalitäten sehr schnell und kosteneffizient zur Verfügung gestellt werden. Positiver Nebeneffekt: Die Anwender sammeln rasch Praxiserfahrungen rund um das Thema CRM. Dadurch wachsen bzw. verändern sich wiederum die ursprünglichen Anforderungen. Möglicherweise kommt man nach einer ersten Erfahrungsphase auch zum Schluss, dass es ein noch ausgereifteres CRM System braucht. Da aber die Anwender nun dank Continuous Learning bereits genauer wissen, was effektiv gebraucht wird und was nicht, kann die nachfolgende Evaluationsphase viel gezielter gestaltet werden. Man gewinnt also hier auch wieder an Effizienz und kann als IT seine Anwender besser bedienen.

Fit für „Business drives IT“

Diese kleinen Beispiele zeigen exemplarisch wie durch konsequente Umsetzung des Asset basiertem Ansatz eine Plattform erschaffen werden kann, welche die Voraussetzungen mitbringt um die geforderte Agilität zu erfüllen. Zudem kann durch die bereits vorhandener Basisfunktionalitäten der verwendeten Assets der Löwenanteil der Ressourcen (Zeit, Geld) dort investiert werden, wo dem Benutzer ein effektiver Mehrwert geboten wird. Gerne zeigen wir Ihnen in einem unverbindlichen Gespräch, wie der Asset Based Software Engineering Ansatz auch ihre IT-Landschaft fit trimmt für „Business drives IT“.